| <<Die Arbeiten von Viktor R. bilden
oft Zyklen, die das Thema immer gründlich erforschen, sei es
der Mensch im Netz komplizierter sozialer und privater Verhältnisse,
sei es die Erotik oder die Vielfalt der Energiefelder unseres Daseins.
Die Gestalten scheinen aus der Tiefe des Unterbewusstseins, des
genetischen Gedächtnisses aufzutauchen. Der für den Künstler typische Hintergrund ist leicht und pulsierend und fasziniert durch sein lebendiges Schimmern. |
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Ein besonderes Thema im Schaffen von Viktor R. ist die Erotik, jene komplizierten, oft qualvollen und doch wunderschönen Beziehungen zwischen Mann und Frau, jener Geschlechterkrieg, der keine Sieger und keine Besiegten hat. In seinen Akten erzählt der Künstler von Sexualität, Einsamkeit, Leiden, Liebe und Hass.
Heute neigt Viktor R. immer mehr zur Abstraktion und weigert sich, die Realität als solche darzustellen.
Seine Wende zur Abstraktion markiert eine neue Etappe, in der sich der Künstler aus dem Banne der materiellen Welt frei macht, um den Schmerz der in allen Zeiten der Last menschlicher Leidenschaften erliegenden Seele zu zeigen.>>
Joseph Kiblitsky
Leiter Ausstellungsprojekte, Herausgeber Buchproduktion des Staatlichen Russischen Museums und Leiter des Museum Ludwig im Russischen Museum in seinem Vorwort zum Buch "Viktor R. | Das Werk"
(ISBN-3-935298-63-3).
<<In der Darstellung der menschlichen Figur, und damit auch in der Konfrontation mit dem schicksalhaften Dasein des Menschen, sah Viktor R. Anlass und Antrieb für die eigene künstlerische Arbeit. Enthusiasmus, Vitalität und Talent führten in seinen Ateliers in Köln und auf Ibiza zu einer bildnerischen Produktion, die im Jahr drei des dritten Jahrtausends die Zahl von vierhundert – vielfach großformatigen – Arbeiten bereits überschritten hat. Aufgrund der Intensität des inneren und äußeren Erlebens, also des Fühlens und des Schauens, wozu auch eine moderne Strategie des bildnerischen Denkens tritt, ist das bis jetzt entstandene Malwerk des Künstlers keinem einheitlichen Malstil verpflichtet.
So wird in den figuralen Darstellungen von Viktor R. in ganz unterschiedlich gradueller Weise abstrahiert. Auf der anderen Seite werden abstrakte Farbformen durch Reihungen und Rythmisierungen zum Figürlichen hin verwandelt.
Bei Viktor R. bedeutet Stilvielfalt: Pluralität der Themen, die er zeichnend und malend zu Serien fügt. Das Serielle, das den Arbeiten anzumerken ist, hat für den Künstler mit jener "inneren Notwendigkeit" zu tun, die schon Kandinsky benannte. Das bezieht sich auf die wirklich beeindruckenden, sehr großen Querformate des Jahres 2003, die der Maler "figustrakt" nennt.
Damit deutet er die bewusste Symbiose zweier Kunstrichtungen in diesen Großformaten an, die als abstrakt und gegenständlich um die Mitte des 20. Jahrhunderts scheinbar unversöhnlich gegeneinander standen. Die Versöhnung fand statt. Und in neuer Qualität in den Acrylbildern von Viktor R.>>
Prof. Günther Wirth
Kunstkritiker in seinem Vorwort zum Buch "Viktor R. | Das Werk"
(ISBN-3-935298-63-3).
Die Werke von Viktor R. lassen sich in drei Gruppen einteilen:
"Figurativ" (inklusive Portraits), "Abstrakt" und "Figustrakt".
